Man muss schon ganz schön naiv sein

Ein Fall aus der Praxis:

So ein ganz Schlauer postet in den Newsgroups, ohne sich vorher zu informieren wie es richtig funktioniert und wo es erscheint, und er postet alles Mögliche unter seinem Realnamen ohne den „X-No-Archive: Yes“ im header, was eine Archivierung verhindert hätte.

Wir nennen Ihn mal Max Muster obwohl dummi91 wäre vermutlich passender ;-).

Irgendwann stellt er mir Erschrecken fest, dass auf 100derte Internetseiten (sogenannte Newsgroupsreader) seine Post unter Realnamen zu lesen sind, so sind  z.B auch in den https://groups.google.com/?hl=de und auf diversen anderen Newsgroupsverzeichnissen seine Beiträge öffentlich.

Jetzt verlangt er von dem Betreiber eines Newsgroupsverzeichnis, dass seine Beiträge aus dem Archive gelöscht werden – was technisch auch ohne Aufwand möglich ist und obwohl Threads sinnentstellt werden, auch gemacht wurde.

Aber seine Beiträge erscheinen auch in 100derten Zitaten mit Nennung von „Max Muster“.

Als das bemerkt wird, wird auch dort die Löschung bzw. Anonymisierung gefordert.

Gleichzeitig gibt es aber noch 2 andere „Max Muster“ z.B. als Autoren wissenschaftlicher Werke, die zitiert werden -also den Namen Max Muster einfach  zu sperren geht nicht.

Angeboten wurde dann eine kostenpflichtige  Verfremdung seines Namens, wenn er einen Auftrag erteilt und der einzelnen Post nennt.

Das wurde abgelehnt und mit Anwaltsschreiben, das in sich lächerlich erscheint und zeigt, dass man mit Internetstreitigkeiten lieber nicht zum Anwalt für Familienrecht geht, eingefordert.

Wir werden weiter berichten.

2 Gedanken zu „Man muss schon ganz schön naiv sein“

  1. Das Usenet ist derzeit auch eine Ansammlung von verbalen Auswurf Geisteskranker geworden. In allen unmoderierten groups ist in großen Teilen geistiger Dünnschiss zu lesen.

  2. Im Internet muss man heutzutage einfach vorsichtig sein mit jeglicher Art von persönlicher Veröffentlichung, die Daten werden oftmals Jahre gespeichert. Bestes Beispiel hierfür: Facebook. War neulich ein interessanter Artikel in der Süddeutschen, da hat sich ein Student mal all, die über ihn gespeicherten Daten schicken lassen. Aber Anspruch auf die Vernichtung hatte er nicht.

    Grüße
    Dieter

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