Gehts noch unflexibler?

5. März 2010

Geht es noch schwachsinniger?

Nein, kaum vorstellbar,  das was derzeit bei dem Wechsel meiner Autoversicherung zur R&V24 abgeht ist an Bürokratie kaum zu toppen.
Der Sachverhalt:
Alljährlich zum Jahreswechsel das gleiche Spiel, man versucht ein paar Euro einzusparen in dem die die eigene Autoversicherung überprüft wird und die Tarife verschiedener Versicherer verglichen werden. Also wird irgendwann Ende 2009 mal eine Stunde investiert und verschiedene Onlinerechner durchprobiert. Da meine selbstständige Tätigkeit auch mit Versicherungen zu tun hat, ist der Vergleich reine Routine. Und siehe, für einen  Anbieter scheinen meine Voraussetzungen ideal zu sein, VN ist älter als 30 jünger als 65, Jahrzehnte Fahrpraxis, relativ hochwertiges Fahrzeug – jedenfalls die Versicherungsprämie ist  günstig.
Also alte Versicherung bei der VHV gekündigt und einen neuen Antrag bei der  R&V24 gestellt.
Das lief auch alles problemlos. Der Unterschied zu mir  bekannten Vertragsbearbeitungen war lediglich, dass die Abwicklung über ein so genanntes Vertragscenter lief. Dort lagen auch irgendwann der Versicherungsschein, AVB u.s.w. bereit.
Aber nun wird es lustig. Ende Februar kam eine Rückfrage wegen des Schadensfreiheitsrabattes. Angeblich sollte unter der angegebenen Versicherungsscheinnummer keine Vorversicherung bei der VHV vorhanden sein.
Als ich dann versuchte mit der R&V24 Kontakt aufzunehmen wurde es schwierig.
Die im Vertragscenter angegebene Rufnummer schaltet auf einen Anrufbeantworter, der mir erzählt, dass es bedauert wird, dass der Anruf noch nicht pers. entgegengenommen werden kann, (also keine Möglichkeit des Anrufes), ein Link zu einem Kontaktformular gibt es im Vertragscenter auch nicht. Jedenfalls war er für mich nicht auffindbar, sondern nur von der Startseite der Webpräsenz findet man ein Kontaktformular, wenn man gründlich sucht.
Ob die eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten rechtlich „sauber” sind, halte ich auch für fraglich, aber das ist nicht meine Baustelle.
Zurück zum Thema, natürlich stimmte die angegebene Nummer der Vorversicherung, also Kopie des alten Vertrages per Post an die R&V24.
Nach einer Woche die Reaktion, ich müsse ein Formular einreichen auf dem ich den Schadensfreiheitsrabatt übernehmen müsse, da in der Vorversicherung der Zusatz „Servicebüro Schwedtfinanz” hinter meinem Namen stünde.
Ich soll also den Schadensfreiheitsrabatt an mich selber abtreten. Schwachsinniger geht es kaum noch. Also, da es keinerlei kurzfistige Kontaktmöglichkeiten zur R&V24 gab, rief ich beim Vorversicherer an und der bestätigte mir, dass die neue Versicherung den Namenszusatz in der Abfrage eingeben muss und die Schadensfreiheitsklasse wird übergeben.

Also habe ich  das wiederum schriftlich der R&V24 mitgeteilt und gehofft, dass nun alles erledigt ist.
Aber ich hatte nicht mit den Truppenteilen der R&V24 gerechnet, die Antwort nach ca einer Woche:

wir bedauern, aber da wir keine Firmen (auch nicht
Einzelfirmen) versichern, ist der Zusatz “Servicebüro
Schwedtfinanz) bei uns nicht möglich.
Die schadenfreien Jahre können bei uns nur mit Rückgabe
des vollständig ausgefüllten Formblattes SFR-Übertragung
angerechnet werden. Wir bitten nunmehr um Erledigung.

Weitere Informationen zu Ihren R&V24-Verträgen finden Sie in Ihrem Vertragscenter unter www.rv24.de.

Rechtlich ist aus Sicht der Haftung  vollkommen Wurst ob der  PKW einer Privatperson oder einer Personengesellschaft versichert ist, aber bitte, ich unterschreibe jetzt eine Erklärung , in der ich bestätige, dass ich meinen Schadensfreiheitsrabatt an mich selber abtrete.
In der Erklärung unterschreibe ich auch, dass ich mit mir selber verwandt bin (bin ich das?).
Und das Beste ich unterschreibe den Vertrag zwei mal, einmal als Abtretender und einmal als Versicherungsnehmer.
Aber ich unterschreibe und bin sehr gespannt was nun weiter für Schildbürgerstreiche  verbrochen werden.
Hoffen kann ich nur, dass diese Versicherung nie in Anspruch genommen werden muss, denn das Theater ist für mich schon jetzt vorhersehbar.
Ach  – so noch drei Briefe hin und her und schon ist der Preisvorteil den diese Versicherung bietet aufgebraucht, vom Zeitaufwand reden wir mal lieber nicht.

Fortsetzung folgt, wir bleiben stark .-).

Bauknecht, Otto und der Kundenservice

3. September 2009

So traurig wie es ist, ich muss mich wieder einmal über die Servicewüste Deutschland auslassen.

Vor einiger Zeit haben wir einen nicht ganz billigen Gefrierschrank der Firma Bauknecht bestellt. Die Bestellung des Gefrierschrankes, Bauknecht, »GKNA 240 No Frost A+«, ging auch mit der bei Otto üblichen Routine ohne Probleme über die Bühne und das Teil wurde am 31.07.09 pünktlich geliefert. Einige Tage später, als wir den alten Gefrierschrank weggegeben hatten und den neuen in Betrieb nahmen, kam die böse Überraschung, er brummte unüberhörbar laut, so dass selbst in der Wohnstube das Geräusch zu vernehmen war, obwohl der Gefrierschrank im Keller stand und die Türen geschlossen waren.

Ein Anruf beim Bauknechtkundenservice verwies mich an den Vertragspartner Heuer und Gruber, der Vertragswerkstatt in Schwedt. Selbige medeten sich auch am nächsten Tag und teilten mir mit, dass die Firma Bauknecht ein Rundschreiben rausgeschickt habe, in dem mitgeteilt wurde, dass bei dem Gerätetyp irgendeine Filzdichtung nachgerüstet werden müssten. Dieser Nachrüstsatz ist bestellt worden, aber es könne bis zu einer Woche bis zur Lieferung vergehen. Nach Ablauf der Woche erlaubte ich mir nachzufragen, ohne Ergebnis, das Teil ist nicht geliefert worden, ich könne mich an Bauknecht wenden. Gesagt, getan, Bauknecht verwies mich an eine Firma Hase, die verwies mich an Heuer und Gruber u.s.w..

Als ich merkte, dass sich die Katze anfing in den Schwanz zu beißen, richtete ich mich mit der Bitte um Klärung an die Reklamationsabteilung des Ottoversand.

Dort wurde auch umgehend reagiert und es sollte, wenn das Reperaturkit nicht lieferbar ist, ein Umtausch des Gerätes stattfinden.

Diesbezüglich sollte sich die Firma Hase oder Ihre Subunternehmer bei mir melden.

Naja, nun ist wieder eine Woche um und der Gefrierschrank brummt und brummt und niemand hat sich bisher gemeldet – bis vor wenigen Minuten, da meldete sich der Otto-Kundendienst und fragte per mail nach, ob sich schon jemand gemeldet habe… .

Nach einem Monat sind wir also da, wo wir angefangen haben.

Die Zusammenfassung:

Statt Markenware von Bauknecht zu kaufen, kann man auch Ware von Pipimania aus Thailand kaufen, es wird billiger und der Service ist auch nicht schlechter.

Der Kundenservice von Otto hat sich zwar anscheinend bemüht, aber so richtig ernst scheint man den außerhalb des Hauses Otto auch nicht zu nehmen. Das Otto in diesem Fall ein Gerät ausgeliefert hat, von dem der Hersteller wusste, dass es Funktionsstörungen hat, zeigt mir auch, wie „wichtig” der Hersteller den Otto Versand nimmt.

Quelle hat es vorgemacht, oder ?

 

Ein Kommentar von Bauknecht oder Otto wäre interessant, denn dort habe ich den auch link hingeschickt, selbst auf die nicht ganz unbegründete Gefahr deren Rechtsabteilung kennen zu lernen.

 

Update (07.09.2009):

 Heute wurde mir mitgeteilt, dass es überhaupt kein Rundschreiben gegeben habe (wer`s glaubt ….) und dass noch so und so viel dieser Geräte vorrätig sind und unser Gefrierschrank in Kürze umgetauscht wird.

Na, da bin ich ja mal auf die zukünftige Geräuschkulisse gespannt.

 

Update (10.09.09)

Anruf vom Otto Kundenservice – es wurde mitgeteilt, dass sich jetzt der Leiter “irgendwas” um die Sache kümmert. Nach Rücksprache  ist nicht sicher, ob die vorrätigen Gefrierschränke den gleichen Mangel aufweisen, darum soll nun doch repariert werden.

Mal ganz nebenbei – die sollen aber noch ausgeliefert werden ? Na das sagt auch einiges.

Nun wird doch die Reperatur durchgeführt, das Ersatzteil ist nun wohl vorrätig und ausgeliefert. Am selben Tag ein Anruf von der ausführenden Firma – Termin der Reperatur/Nachrüstung 14.09.

Bin gespannt was das wird.

Update 14.09.2009

Der nette Techniker war hier, die Aktion hat ganze 10 min gedauert, und man glaubt es kaum, der Gefrierschrank summt leise wie ein Bienchen vor sich hin.

War zwar eine etwas längere Aktion, aber ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Ein Danke an alle Beteiligten.

ärgerlich aber nicht unfair

2. Dezember 2008

Ein langfristiger Linktauschpartner hat mich heute angeschrieben und mir mitgeteilt, dass er alle Linktauschvereinbarungen mit unseren Seiten beenden möchte, weil er sich durch den Tausch benachteiligt fühlt. Er hat er dabei auch eine Seite angeführt, die zugegebener Weise aus den Anfängen der Linktauscherei stammt und daher nicht so glücklich aufgebaut ist. In Archive.org ist die Seite seit 2004 und seit dem auch nicht wesentlich verändert worden. Diese Seite ist aber heute noch mit PR im index und nicht nur innerhalb der Domain verlinkt sondern besitzt auch von “außen” diverse links. Das wurde übersehen. Da in letzter Zeit die “Linktauschpartnerseiten” sehr vieler Domains Ihren PR verloren haben, unter anderem auch die des Webmasters der mich anschrieb, ist das Ansinnen schon verwunderlich.

 Weiterhin bestehen noch  diverse andere Links zu seinen Seiten, von denen jeder einzelne zu mindestens gleichwertig, vermutlich aber stärker zu bewerten ist, als die bl, die zurückkommen.

Dass die Linktauschvereinbarungen zu einem Zeitpunkt geschlossen wurden, als der “Experte” seine Seiten gerade in den index bringen wollte und pr- und lphaltige links im Prinzip auf Kredit bekam, kann man sich ja denken. Der selbe Experte hatte schon einmal, einfach links verschoben, natürlich zum Nachteil der verlinkten Seiten.

Was mich so richtig anstinkt und mich zu diesem Beitrag veranlasst ist, dass jetzt 30 oder 40 Domains nach Links zu dessen Seiten durchsucht werden müssen um die Verweise zu entfernen.

Leider bestätigt mich dieser Vorfall mal wieder in meine Meinung über die Zuverlässigkeit des fahrenden Volkes (die im Kreditgeschäft ihre Ursachen hat), und bestärkt mein Misstrauen gegenüber semiprofessionellen SEO`s.

Bei allem Frust sei aber positiv erwähnt, dass von seiner Seite die links nicht einfach entfernt wurden, sondern ich informiert wurde.

Deshalb nur ein Eintrag auf meiner Blacklist und kein Vorschlag für das Schwarzbuch.