Gelebte Demokratie im Netz

Wenn einem die Argumente fehlen werden Postings gelöscht.

Erstaunliches habe ich im ABAKUS-Forum  feststellen müssen. Dort habe ich eine sehr kontroverse Diskussion über die Wikileaks-Veröffentlichungen  angefangen.

Meine Meinung zu dem Thema ist ganz klar, Veröffentlichungen wie zum Beispiel das Video, in dem zu sehen ist, wie aus Armeehubschraubern auf Zivilisten geschossen wird, dienen einem gutem Zweck und Missstände und Kriegsverbrechen werden öffentlich gemacht.

Eine andere Sache ist die wahllose Veröffentlichung geheimer Dokumente aus dem diplomatischen Dienst, wie es  mit den Depeschen der Botschaft der USA geschehen ist. Wenn dort irgendwelche brisanten Infos stünden, wäre es sicherlich nachvollziehbar, aber das was da veröffentlicht wurde, das schadet nur und nützt niemanden. Diese Veröffentlichung ist für mich nichts weiter als wichtigtuerische Selbstinszenierung.

Erstaunlich finde ich allerdings das Verhalten der Moderation des Abakusforums  in diesem Thread. Erst wollte ich es nicht wahrhaben, aber jetzt fielen  mir konkrete Löschungen auf.  Es werden  gezielt Beiträge aus dem Thread gelöscht, die  die Meinung der User , die die Wikileaksaktion befürworten, in Frage stellen.  So ist zum Beispiel auch ein Beitrag von e-fee  in dem sie  einen  allzu forsche Befürworter, der  fehlendes Wissen durch große Parolen ersetzte,  in die Schranken wies, verschwunden. Auch andere User deuten schon Kritik in diese Richtung an.

Das ist nicht nur unterste Schublade, sondern ein Beispiel dafür, dass die Moderation ein sehr eigenartiges Bild von der Meinungsfreiheit hat.

Sicherlich kann jeder Betreiber eines Forums bestimmen, was er veröffentlicht, jedoch wie dort eine Diskussion verfälscht wird,  ist für mich  schlichtweg  lächerlicher als der dümmste  dort veröffentlichte Kommentar.

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