Leichtsinn mit Mut verwechseln

Der Boxkampf am Samstag dem 23.09.06 zwischen dem Titelverteidiger Arthur Abraham und  Edison Miranda zeigt mal wieder wo es um viel Geld geht ist für Moral kein Platz. So wie Henry Maske mit seinem Boxstil das Profiboxen salonfähig machte, werden solche Kämpfe den Boxsport wieder in der Senke verschwinden lassen. Ohne jeden Zweifel hat Arthur Abraham eine große Leistung geboten, aber mutig – nein Danke, dass ist nur Dummheit und zwar im Quadrat. Besonders die Skrupellosigkeit von Trainer, Veranstalter, Ringarzt und Ringrichter, die Ihre Pflicht die Gesundheit des Sportlers zu schützen nicht nur vernachlässigt haben, sondern bewusst bleibende Schäden des Athleten den Profitinteressen unterordneten, müssten nach meinem Rechtsverständnis eigentlich zu einer Strafanzeige führen. Erstaunlich auch das die ARD die Übertragung dieses Spektakels nicht einfach abgebrochen hat. So gerne ich spannende Boxkämpfe im Fernsehen genieße, das durch den Kieferbruch fratzenhaft verzerrte Gesicht auf dem blutüberströmtem Körper machten aus einem interessanten Boxabend eine widerliche Veranstaltung, die nicht mal zum Schein die Gesundheit der Boxer über die Profitgier stellte.

Dieser Beitrag unterliegt dem Recht auf freie Meinungsäußerung.

Ein Gedanke zu „Leichtsinn mit Mut verwechseln“

  1. Der König Abraham ist eine Ausnahme-Erscheinung; sein Name zeigt das schon. Der ist kein lauer Bursche, der hat Blut in allen seiner Glieder.
    Ist`s jetzt alles klar?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.